Selbst nach seinem Abschied aus der Politik lässt er einem keine Ruhe... Roland Koch wird Vorstandsboss beim Baukonzern Bilfinger Berger, berichtet der SPIEGEL.
Damit wechselt der ehemalige hessische Ministerpräsident zu einem Unternehmen, dass laut Transparency International von den Entscheidungen der kochschen Landesregierung in der Vergangenheit stark profitiert hat. Der SPIEGEL hat auch das passende Bild dazu.
Freitag, 29. Oktober 2010
Montag, 18. Oktober 2010
Zu kurz gedacht
Die internationale Gemeinschaft will Ecuador laut Berliner Zeitung 2,7 Milliarden Dollar zahlen, damit es auf Ölförderung im Yasuni-Nationalpark im Amazonas-Dschungel verzichtet - "sozusagen als Ausfallzahlung für das nichtgeförderte Öl". Angelegt wird das Geld in einem Treuhandfonds der Vereinten Nationen. Die Zinsen aus dem Fonds sollen sozialen Projekten zugute kommen.
Und wo kommen diese Zinsen her? Zum Beispiel von Unternehmen, die an einer anderen Stelle nach Öl bohren und sich einen Dreck um die Artenvielfalt und das Leben der indigenen Völker scheren, das mit dem UN-Fonds doch eigentlich geschützt werden soll...
Und wo kommen diese Zinsen her? Zum Beispiel von Unternehmen, die an einer anderen Stelle nach Öl bohren und sich einen Dreck um die Artenvielfalt und das Leben der indigenen Völker scheren, das mit dem UN-Fonds doch eigentlich geschützt werden soll...
Freitag, 17. September 2010
Sonntag, 22. August 2010
Der ganz normale Wahnsinn?
Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen man bei der Zeitungslektüre trotz einer gewissen Urlaubsleichtigkeit nicht aus dem Kopfschütteln heraus kommt. Auf zwei aufeinander folgenden Seiten des Wirtschaftsteils der Berliner Zeitung gab es mindestens drei Gründe für heftige Bewegung rund um das Teil, das eigentlich allen zur Verfügung stehen sollte: das Hirn.
Die Atomlobby hat mal wieder die Portokasse geplündert und deutschlandweit ganzseitige Anzeigen mit einem blauen Brief an Bundeskanzlerin Merkel platziert, was pro Zeitung/Zeitschrift im Schnitt so zwischen 12.000 (taz) und 50.000 Euro (SPIEGEL) kosten dürfte. Darin wird eine andere Energiepolitik gefordert, d. h. kein Atomausstieg und keine neuen "Belastungen" für die Energie-Riesen. Und wer unterschreibt diese einfallslose Dinosaurier-Wunschliste? Nur Männer, darunter ein gewisser Oliver Bierhoff.
Eine Seite weiter wird festgestellt, dass dem Bund das Geld für den Bau von Bahnstrecken fehlt. Für den erwarteten Boom des Güterverkehrs ist kein Schotter übrig, wohl aber für größtenteils unsinnige Prestigeprojekte wie Stuttgart 21. Es sei denn, die werden noch teurer als geplant, wovon man ausgehen kann. Zum Vergleich: 11 Milliarden will der Bund in den nächsten zehn Jahren in den Schienenbau stecken. Genauso hoch sollen inzwischen die Kosten für S21 und eine dazu gehörige Hochgeschwindigkeitsstrecke sein. Ich frage mich an dieser Stelle lieber nicht auch noch, was die Autobahnen pro Jahr kosten.
Auch der Staatsbank KfW fehlt es an finanziellen Mitteln. Wichtige Förderprogramme für die Umwelt-Sanierung von Wohnhäusern werden eingestellt. Grund sei "eine unerwartet hohe Nachfrage". Die Programme sind also erfolgreich und sorgen für reichlich zusätzliche nachhaltige Investitionen in weniger energiefressende Gebäude. Womit wir wieder bei den Energieriesen wären. Und erneut stellt sich eine Frage, deren Antwort ich zumindest an diesem Wochenende gar nicht hören oder lesen möchte: Wie viel hat die KfW eigentlich für die Rettung der IKB ausgegeben?
Die Atomlobby hat mal wieder die Portokasse geplündert und deutschlandweit ganzseitige Anzeigen mit einem blauen Brief an Bundeskanzlerin Merkel platziert, was pro Zeitung/Zeitschrift im Schnitt so zwischen 12.000 (taz) und 50.000 Euro (SPIEGEL) kosten dürfte. Darin wird eine andere Energiepolitik gefordert, d. h. kein Atomausstieg und keine neuen "Belastungen" für die Energie-Riesen. Und wer unterschreibt diese einfallslose Dinosaurier-Wunschliste? Nur Männer, darunter ein gewisser Oliver Bierhoff.
Eine Seite weiter wird festgestellt, dass dem Bund das Geld für den Bau von Bahnstrecken fehlt. Für den erwarteten Boom des Güterverkehrs ist kein Schotter übrig, wohl aber für größtenteils unsinnige Prestigeprojekte wie Stuttgart 21. Es sei denn, die werden noch teurer als geplant, wovon man ausgehen kann. Zum Vergleich: 11 Milliarden will der Bund in den nächsten zehn Jahren in den Schienenbau stecken. Genauso hoch sollen inzwischen die Kosten für S21 und eine dazu gehörige Hochgeschwindigkeitsstrecke sein. Ich frage mich an dieser Stelle lieber nicht auch noch, was die Autobahnen pro Jahr kosten.
Auch der Staatsbank KfW fehlt es an finanziellen Mitteln. Wichtige Förderprogramme für die Umwelt-Sanierung von Wohnhäusern werden eingestellt. Grund sei "eine unerwartet hohe Nachfrage". Die Programme sind also erfolgreich und sorgen für reichlich zusätzliche nachhaltige Investitionen in weniger energiefressende Gebäude. Womit wir wieder bei den Energieriesen wären. Und erneut stellt sich eine Frage, deren Antwort ich zumindest an diesem Wochenende gar nicht hören oder lesen möchte: Wie viel hat die KfW eigentlich für die Rettung der IKB ausgegeben?
Samstag, 10. Juli 2010
ZDF-Moderator wird Regierungssprecher, Vorgänger wird BR-Intendant
Noch jemand ohne Zweifel an der Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Medien bzw. einiger führender Köpfe? Der bisherige Regierungssprecher Ulrich Wilhelm wird Intendant der Bayerischen Rundfunks, was schon für einige Aufregung sorgte. Zuvor hatte sich Hessens Ministerpräsident.Koch lautstark und erfolgreich für die Ablösung von ZDF-Intendant Brender eingesetzt.
Nun setzen die Bundesregierung und Steffen Seibert noch einen drauf: Der ZDF-Moderator ("heute journal") wird neuer Regierungssprecher - und seine Begründung liest sich wie ein ganz mieses Bewerbungsschreiben:
"Seibert nehme den Posten aber gern an, weil er überzeugt sei, 'dass die Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel die richtigen Schwerpunkte setzt, um unserem Land in diesen schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern'." (BILD online)
Nun setzen die Bundesregierung und Steffen Seibert noch einen drauf: Der ZDF-Moderator ("heute journal") wird neuer Regierungssprecher - und seine Begründung liest sich wie ein ganz mieses Bewerbungsschreiben:
"Seibert nehme den Posten aber gern an, weil er überzeugt sei, 'dass die Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel die richtigen Schwerpunkte setzt, um unserem Land in diesen schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern'." (BILD online)
Donnerstag, 17. Juni 2010
köhler und die vermeintlichen krisenbewältiger
"Als er zu Gunsten des Klimas die Erhöhung der Benzinpreise forderte, beging er für die Repräsentanten einer autokranken Nation den Sündenfall. Für sein Thema Afrika interessiert sich hierzulande in Wahrheit kaum jemand aufrichtig, und als er die Finanzmärkte als Moloch bezeichnete, war er vollständig isoliert unter jenen, die ihn ins Schloss Bellevue befördert hatten. Er sang schon länger falsch im Chorus mysticus der Beschwichtiger und vermeintlichen Krisenbewältiger"
Klaus Staeck in der Berliner Zeitung über den Rücktritt von Ex-Bundespräsident Horst Köhler
Klaus Staeck in der Berliner Zeitung über den Rücktritt von Ex-Bundespräsident Horst Köhler
Mittwoch, 19. Mai 2010
die a...löcher bei der b...zeitung
Unglaublich, was sich so alles abspielt nach dem Foul von Kevin-Prince Boateng an olle Ballack. Die Berliner Zeitung bringt das unter dem Titel "Deutschland zürnt dem Wedding" sehr schön auf den Punkt. Und wie so oft ist es die BILD-Zeitung, die dem ganzen die Krone aufsetzt:
Wer schützt die Welt eigentlich vor so A...löchern wie Wagner?
"Er wollte diese WM spielen und Weltmeister werden. Und ein Arschloch hat ihm seinen Traum kaputt gemacht. Ein drittklassiger Fußballspieler. Immer sind es Arschlöcher, die alles zerstören."Franz Josef Wagner in der BILD
Wer schützt die Welt eigentlich vor so A...löchern wie Wagner?
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