Nominiert war der Film von Erwin Wagenhofer leider nicht. Gewonnen hat er trotzdem. Die kleine Randnotiz und der große Oscargewinner "Slumdog Millionär" dürften den Drehort Dharavi und seine Bewohner noch bekannter machen - als Beispiele für die globalen Folgen des krisenanfälligen Finanzsystems:
"'Slumdog Millionär' zeigt etwas anderes, nämlich den Überlebenskampf im größten Elendsviertel der Welt, in Dharavi. Wer 'Let’s Make Money' gesehen hat, die Dokumentation über Risikokapitalisten, kennt Dharavi bereits; ein Hedge-Fundamentalist spinnt dort Pläne, wie man mitten in Bombay einen teuren Immobilienkomplex hochziehen könnte; die Stadt hat das Gelände zum Kaufpreis von 2,3 Milliarden Dollar ausgeschrieben."
Perspektiven für Elendsviertel oder auch komplette, völlig verarmte Länder würde ein nachhaltiges Finanzsystem bieten. Ein schönes Beispiel dafür beschreibt das für den Deutschen Science Fiction Preis 2009 nominierte "Tahiti-Projekt".
Samstag, 21. März 2009
Freitag, 6. März 2009
dafür zahl ich nicht!
Ich zahl ja trotzdem, aber "dafür zahl ich nicht...". Hinter dem Link verbirgt sich eine gelungene neue Kampagne mit einem nicht ganz so lustigen Spot - aber trotzdem gut und wichtig, vor allem wenn auf diese Art und Weise mit kritischen Mitarbeitern umgegangen wird!
Dienstag, 3. März 2009
2500 euro - auch für alte fahrräder!
Wie wär's mit 500 Euro für neues Rad und eine Bahncard 50, Herr Steinbrück? Würde dann auch die alte Karte und den alten Drahtesel beim Bundesfinanzministerium abliefern!
Bei 1000 Euro mehr könnte ich mir glatt den Kauf einer Bahncard 100 vorstellen und ein Commerzbank-Konto anlegen - so würden auch staatseigene Unternehmen davon profitieren!
Mittwoch, 25. Februar 2009
gold oder rotwein?
Tja, wohin mit dem lieben Geld in Zeiten der Finanzkrise? Der Dax rauscht in den (Wein-?)Keller, immer mehr Banken brauchen Finanzspritzen und unterm Kopfkissen rascheln die Scheine so unangenehm.
Auf Bayern 3 bieten Erwin Pelzig, Dr. Göbel und Hartmut kompetente Ratschläge für das nächste Investment (mp3 - am besten mit rechts anklicken und "Ziel speichern unter" o. ä. wählen) .
Auf Bayern 3 bieten Erwin Pelzig, Dr. Göbel und Hartmut kompetente Ratschläge für das nächste Investment (mp3 - am besten mit rechts anklicken und "Ziel speichern unter" o. ä. wählen) .
Mittwoch, 18. Februar 2009
das vorstellungsgespräch des wirtschaftsweisen
Stellen Sie sich vor, Sie wären Bundesregierung und suchten einen Nachfolger für Bert Rürup, der mal eben in die Finanzindustrie wechselt. Nun betritt Christoph Schmidt, Chef des Essener Wirtschaftsforschungsinstituts RWI, Ihr Büro. Zum lockeren Einstieg stellen Sie eine offene Frage nach den Lehren, die aus dieser Krise seiner Meinung nach zu ziehen sind.
Seine Antwort fällt - nochmal zur Erinnerung: im Vorstellungsgespräch für die Stelle eines "Wirtschaftsweisen" - sinngemäß so aus: Da kann man nicht viel machen. Ab und an kracht es eben. Aber letztendlich geht es immer wieder bergauf. Wieso diesmal nicht auch?
Kein Scherz: Das hat der mutmaßlich weise Wirtschaftsexperte tatsächlich ganz ähnlich von sich gegeben und dabei mal eben vergessen, dass die letzte derartig große Krise mit zum Zweiten Weltkrieg geführt hat (mal abgesehen von den vielen, vielen kleinen, aber folgenschweren Finanzkrisen in der Zwischenzeit).
Der nächste, bitte!
Seine Antwort fällt - nochmal zur Erinnerung: im Vorstellungsgespräch für die Stelle eines "Wirtschaftsweisen" - sinngemäß so aus: Da kann man nicht viel machen. Ab und an kracht es eben. Aber letztendlich geht es immer wieder bergauf. Wieso diesmal nicht auch?
Kein Scherz: Das hat der mutmaßlich weise Wirtschaftsexperte tatsächlich ganz ähnlich von sich gegeben und dabei mal eben vergessen, dass die letzte derartig große Krise mit zum Zweiten Weltkrieg geführt hat (mal abgesehen von den vielen, vielen kleinen, aber folgenschweren Finanzkrisen in der Zwischenzeit).
Der nächste, bitte!
Sonntag, 18. Januar 2009
armes hessen
Nochmal fünf Jahre ein Ministerpräsident, den eigentlich keiner haben will (und der sinnvollerweise nie mit seiner Bilanz Wahlkampf gemacht hat) ...
... und dazu ein Koalitionspartner, der vor allem aus Verlegenheit gewählt wurde (SPIEGEL online: "Zuflucht der Frustrierten").
Oder warum sonst wählt man FDP?
... und dazu ein Koalitionspartner, der vor allem aus Verlegenheit gewählt wurde (SPIEGEL online: "Zuflucht der Frustrierten").
Oder warum sonst wählt man FDP?
Mittwoch, 14. Januar 2009
schönen dank auch!
Was für ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk mit dem "Pakt für Beschäftigung und Stabilität": 2500 Euro für ein olles Auto (wenn man denn eins hat) und, wow, 100 Euro für ein Kind (das sind die Hoffnungsträger - oder ist es doch die Autoindustrie?).
Danke* im Namen aller Familien und bewusst auf ein eigenes Auto verzichtenden Radfahrer - auch für die zusätzlichen Schulden! Auf die paar Milliarden mehr kommt es ja nun auch nicht mehr an und die Zinszahlungen dafür sind ja schon länger auf Platz 2 des Bundeshaushaltes.
* Auch dafür, dass es die sehr wahrscheinlich letzte vermeintliche Großtat der großen Koalition vor der Bundestagswahl und dem Wahlkampf gewesen sein wird. Bis es eine neue Regierung gibt, dümpeln wir so dahin auf den Konjunkturwellen und hoffen, dass die Rettungspäckchen vorübergehend dem einen oder anderen (Fahrer oller Autos und extrem kinderreichen Familien) helfen werden und nicht gleich die nächste vor allem geldsystembedingte Krise zuschlägt.
Danke* im Namen aller Familien und bewusst auf ein eigenes Auto verzichtenden Radfahrer - auch für die zusätzlichen Schulden! Auf die paar Milliarden mehr kommt es ja nun auch nicht mehr an und die Zinszahlungen dafür sind ja schon länger auf Platz 2 des Bundeshaushaltes.
* Auch dafür, dass es die sehr wahrscheinlich letzte vermeintliche Großtat der großen Koalition vor der Bundestagswahl und dem Wahlkampf gewesen sein wird. Bis es eine neue Regierung gibt, dümpeln wir so dahin auf den Konjunkturwellen und hoffen, dass die Rettungspäckchen vorübergehend dem einen oder anderen (Fahrer oller Autos und extrem kinderreichen Familien) helfen werden und nicht gleich die nächste vor allem geldsystembedingte Krise zuschlägt.
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