Die Welt verspricht sich einiges von der bevorstehenden US-Präsidentenwahl. Es gibt zumindest einen richtigen, weltweit anerkannten Hoffnungsträger - und inzwischen versprechen beide "CHANGE", den Wandel. Was das konkret bedeutet, wird sich zeigen. Die Reaktionen auf die jüngsten Ereignisse versprechen allerdings nichts Gutes.
Die Finanzkrise ist durch die Lehman-Pleite plötzlich, aber erwartet zum Wahlkampfthema geworden. Von Substanz kann aber nun wirklich gar nicht die Rede sein - und zwar erschreckenderweise bei beiden Kandidaten.
Bis auf ein paar markige Sprüche ("Wir werden an der Wall Street aufräumen.", "Wir kämpfen für euch.") haben McCain & Palin, Obama & Biden offenbar nichts zum Thema zu bieten.
Der Republikaner hat eingestanden, "von Ökonomie vor allem aus den Memoiren des Ex-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan zu wissen" und nennt die Kerndaten der US-Wirtschaft inmitten der Finanzkrise gesund. Der Demokrat nutzt vor allem die Symptome und verspricht Linderung. Und beide Parteien haben sich lange gemeinsam, wie das bei Regierung und Opposition in den USA so oft so üblich ist, für weniger strenge Kreditvorschriften für Hypothekenfinanzierer eingesetzt, die nun mit Steuermilliarden saniert werden.
"Keiner der vier Kandidaten kann wirklich ökonomische Kompetenz für sich reklamieren.", fasst SPIEGEL online zusammen. Sie treten trotzdem an im Kampf um den höchten (politischen) Posten der Supermacht. Mit ein bisschen Glück finden Sie ja bis zur Amtsübernahme noch kompetente Berater.
Dienstag, 16. September 2008
Mittwoch, 3. September 2008
der russe steht vor der tür!
Es wird uns noch einige Wochen begleiten: das Gezeter um die mögliche rot-grüne Regierungskoalition, die von der Linkspartei toleriert werden soll. Sehr treffend und dazu noch lustig beschreibt das Kabarettist Volker Pispers:
Weniger lustig ist das, was sich in den deutschen "Leitmedien" wieder abspielt. Es wird weiter kräftig gesägt, vor allem an SPD-Stühlen - beispielsweise mit hanebüchenen Vergleichen wie bei SPIEGEL online, wo das Dekolletee von Bundeskanzlerin Merkel (CDU!) zufälligerweise unerwähnt bleibt.
Um mit einem Lächeln zu enden, nochmal Volker Pispers - diesmal zum Thema Langzeitprognosen mit einem zum SPIEGEL-Artikel passenden Seitenhieb auf Journalisten ab Minute zwei:
Wer nicht genug von Pispers bekommt und mal was ganz Grundlegendes von ihm lesen will: Hier entlang!
Weniger lustig ist das, was sich in den deutschen "Leitmedien" wieder abspielt. Es wird weiter kräftig gesägt, vor allem an SPD-Stühlen - beispielsweise mit hanebüchenen Vergleichen wie bei SPIEGEL online, wo das Dekolletee von Bundeskanzlerin Merkel (CDU!) zufälligerweise unerwähnt bleibt.
Um mit einem Lächeln zu enden, nochmal Volker Pispers - diesmal zum Thema Langzeitprognosen mit einem zum SPIEGEL-Artikel passenden Seitenhieb auf Journalisten ab Minute zwei:
Wer nicht genug von Pispers bekommt und mal was ganz Grundlegendes von ihm lesen will: Hier entlang!
the show
Der US-Wahlkampf ist extrem unterhaltsam. Inhaltlich und politisch gibt er wie üblich nicht allzu viel her, aber ansonsten kann sich wirklich die Show sehen lassen! Neu im Rampenlicht ist McCains Vize-Kandidatin Sarah Palin.
Die erzkonservative Gouverneurin von Alaska lehnt laut SPIEGEL online "Sexualaufklärung an Schulen ab und befürwortet stattdessen Programme, die sexuelle Enthaltsamkeit von Teenagern fördern sollen". Dumm nur, dass das nicht besonders gut funktioniert, wie ihre eigene Tochter zeigt, die nun mit 17 (!) unverheiratet (!) schwanger ist. Eilig wird versichert, dass sich Palin auf die Rolle der Oma freut, dass ihre Tochter den Vater des Kindes bald heiraten wird und sie alle gemeinsam für das Kind sorgen werden.
Willkommen im Vorzeigeland der Doppelmoral!
Unterhaltsam dürfte (nicht nur deswegen) auch noch die Krönungsveranstaltung der Republikaner werden, die derzeit läuft. Ein Lied davon kann Michael Moore singen, der immer mal wieder als unterhaltendes Element eingesetzt wird (siehe auch Text zum Video aus 2004):
Auch weiterhin: Gute Unterhaltung!
Die erzkonservative Gouverneurin von Alaska lehnt laut SPIEGEL online "Sexualaufklärung an Schulen ab und befürwortet stattdessen Programme, die sexuelle Enthaltsamkeit von Teenagern fördern sollen". Dumm nur, dass das nicht besonders gut funktioniert, wie ihre eigene Tochter zeigt, die nun mit 17 (!) unverheiratet (!) schwanger ist. Eilig wird versichert, dass sich Palin auf die Rolle der Oma freut, dass ihre Tochter den Vater des Kindes bald heiraten wird und sie alle gemeinsam für das Kind sorgen werden.
Willkommen im Vorzeigeland der Doppelmoral!
Unterhaltsam dürfte (nicht nur deswegen) auch noch die Krönungsveranstaltung der Republikaner werden, die derzeit läuft. Ein Lied davon kann Michael Moore singen, der immer mal wieder als unterhaltendes Element eingesetzt wird (siehe auch Text zum Video aus 2004):
Auch weiterhin: Gute Unterhaltung!
Samstag, 30. August 2008
für pils ohne pilz
Laut Berliner Zeitung setzt einer von ihnen im Jahr sie so viel Kohlendioxid frei wie ein Neuwagen auf 20.000 Kilometern. 5000 der so genannten Heizpilze soll es in Berlin geben. Nun sollen sie (endlich!) verboten werden. Auch ohne Angst ums Weltklima spricht einiges dafür. Denn das Beheizen von Sitzplätzen unter freiem Himmel im November ist in etwa so sinnvoll wie... - ehrlich gesagt fällt mir da gar nix ein!
Selbstverständlich regt sich Protest, vor allem bei denen, die damit Geld verdienen. Es ist das ewig gleiche Argument in leicht veränderter Verpackung, hier in Fragenform von einem Verkäufer von Heizpilzen: "Warum müssen gerade wir in die Steinzeit zurückkehren?" Schließlich seien die Deutschen ja nur für ein Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes weltweit verantwortlich.
Ähnlich überzeugend sind Politiker und Lobbyisten, wenn es um Klimaziele o. ä. für die Autoindustrie geht - schließlich sind dann gleich tausende Arbeitsplätze in Gefahr! So warnte der damalige bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber nach Beschlüssen der Europäischen Union für niedrigere Abgasnormen, die Deutschen dürften sich "von Brüssel nicht zu einem Volk von Kleinwagenfahrern" degradieren lassen.
Dann doch lieber jeden Bundesbürger dazu verpflichten, mindestens einen dicken Geländewagen aus deutscher Produktion und einen Heizpilz zu kaufen. Und Kneipen ohne Heizpilze und entsprechend breite Parkplätze einfach gleich dicht machen!
Selbstverständlich regt sich Protest, vor allem bei denen, die damit Geld verdienen. Es ist das ewig gleiche Argument in leicht veränderter Verpackung, hier in Fragenform von einem Verkäufer von Heizpilzen: "Warum müssen gerade wir in die Steinzeit zurückkehren?" Schließlich seien die Deutschen ja nur für ein Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes weltweit verantwortlich.
Ähnlich überzeugend sind Politiker und Lobbyisten, wenn es um Klimaziele o. ä. für die Autoindustrie geht - schließlich sind dann gleich tausende Arbeitsplätze in Gefahr! So warnte der damalige bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber nach Beschlüssen der Europäischen Union für niedrigere Abgasnormen, die Deutschen dürften sich "von Brüssel nicht zu einem Volk von Kleinwagenfahrern" degradieren lassen.
Dann doch lieber jeden Bundesbürger dazu verpflichten, mindestens einen dicken Geländewagen aus deutscher Produktion und einen Heizpilz zu kaufen. Und Kneipen ohne Heizpilze und entsprechend breite Parkplätze einfach gleich dicht machen!
Dienstag, 19. August 2008
vorbildlicher abzocker
Bahnchef Mehdorn hat es wieder geschafft: Er hat sie alle gegen sich bzw. seine (Staatsunternehmens-)Politik aufgebracht. Diesmal mit einer weiteren Preiserhöhung. Während die einen schon fast gelangweilt von einer zu pflegenden Tradition der Bahner schreiben, regen sich die anderen furchtbar auf: "übelste Abzocke", "kundenfeindlicher Größenwahn"...
Dabei macht Mehdorn nur das, wofür er bezahlt wird: Gewinne. Seine Aufgabe ist nicht, zu möglichst günstigen Preisen "Volks-Bahnfahrtkarten" anzubieten, sondern das Unternehmen Bahn an die Börse zu bringen. Dass damit nicht nur überwiegend von Steuerzahlern finanziertes Tafelsilber verscherbelt wird, sondern nun auch noch die Bahnfahrer über höhere Ticketpreise für eine angemessene Rendite sorgen müssen, ist zwar bedauerlich, aber zwangsläufig.
Mit dem Börsengang wird sich sicherlich vieles ändern, vor allem zum Schlechten, wenn man nicht zu den wenigen Aktienbesitzer gehört. Eines bleibt aber ganz sicher beim Alten: Die Tradition der ein- bis mehrmaligen Preiserhöhung pro Jahr wird durch die Bahn AG sicherlich bewahrt.
Dabei macht Mehdorn nur das, wofür er bezahlt wird: Gewinne. Seine Aufgabe ist nicht, zu möglichst günstigen Preisen "Volks-Bahnfahrtkarten" anzubieten, sondern das Unternehmen Bahn an die Börse zu bringen. Dass damit nicht nur überwiegend von Steuerzahlern finanziertes Tafelsilber verscherbelt wird, sondern nun auch noch die Bahnfahrer über höhere Ticketpreise für eine angemessene Rendite sorgen müssen, ist zwar bedauerlich, aber zwangsläufig.
Mit dem Börsengang wird sich sicherlich vieles ändern, vor allem zum Schlechten, wenn man nicht zu den wenigen Aktienbesitzer gehört. Eines bleibt aber ganz sicher beim Alten: Die Tradition der ein- bis mehrmaligen Preiserhöhung pro Jahr wird durch die Bahn AG sicherlich bewahrt.
Donnerstag, 24. Juli 2008
der allerallerallerletzte strohhalm
US-Wissenschaftler und Ölkonzerne jubeln - hoffentlich gibt es noch ein paar außer mir, die die Hände über dem Kopf zusammen schlagen...
Laut einer US-Studie (Nachtigall...) kann nun doch schon bald jede Menge Öl in der Arktis abgezapft werden. Ironischerweise macht das laut SPIEGEL der Klimawandel möglich, denn der dicke Eispanzer über den Lagerstätten verschwindet schneller als gedacht.
Das allein ist kaum noch zum Lachen, aber es kommt noch schlimmer. Die Freude ist nämlich so groß, weil die Ölvorräte eine Weile reichen werden: drei Jahre. Drei lächerliche Jährchen könnte die ganze Welt nach aktuellem Stand damit versorgt werden!
Als wäre nicht schon genug Zeit verplämpert bzw. mit guten Geschäften dank innovationsfreier Verbrennungstechnologie verbracht worden. Interessant wird sicherlich auch das nicht ganz friedliche Verteilen der kleinen Eistorte.
Laut einer US-Studie (Nachtigall...) kann nun doch schon bald jede Menge Öl in der Arktis abgezapft werden. Ironischerweise macht das laut SPIEGEL der Klimawandel möglich, denn der dicke Eispanzer über den Lagerstätten verschwindet schneller als gedacht.
Das allein ist kaum noch zum Lachen, aber es kommt noch schlimmer. Die Freude ist nämlich so groß, weil die Ölvorräte eine Weile reichen werden: drei Jahre. Drei lächerliche Jährchen könnte die ganze Welt nach aktuellem Stand damit versorgt werden!
Als wäre nicht schon genug Zeit verplämpert bzw. mit guten Geschäften dank innovationsfreier Verbrennungstechnologie verbracht worden. Interessant wird sicherlich auch das nicht ganz friedliche Verteilen der kleinen Eistorte.
Dienstag, 22. Juli 2008
des pudels kern
Kabarett-König Georg Schramm redet nicht lange drum herum - er kommt zum Punkt. Meistens so, dass einem bald gar nicht mehr nach Lachen zumute ist. Was so unglaublich klingt, dass man schon wieder schmunzeln musst, ist traurige Wahrheit - wie in diesem Fall mit der Figur des Pharmareferenten und seiner Geschichte vom innovationsfreien Wachstum dank Avastin/Lucentis...
Und offenbar hat Schramm nun ein neues Thema entdeckt und intensiv bei der INWO recherchiert...
Man darf sehr gespannt sein, was er als nächstes bei "Neues aus der Anstalt" serviert!
Und offenbar hat Schramm nun ein neues Thema entdeckt und intensiv bei der INWO recherchiert...
Man darf sehr gespannt sein, was er als nächstes bei "Neues aus der Anstalt" serviert!
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